Die Kanarischen Inseln gelten für viele Menschen als einer der angenehmsten Orte Europas zum Leben. Das milde Klima, die entspannte Atmosphäre und die hohe Lebensqualität ziehen jedes Jahr zahlreiche Auswanderer aus Deutschland und anderen europäischen Ländern an.
Neben Themen wie Wohnen, Arbeit oder Gesundheitsversorgung spielt jedoch auch die Sicherheit im Alltag eine wichtige Rolle. Viele Menschen, die dauerhaft auf die Kanaren ziehen möchten, fragen sich: Wie sicher sind die Inseln wirklich?
Grundsätzlich gelten die Kanaren im internationalen Vergleich als relativ sichere Region. Schwere Kriminalität ist im Alltag vieler Bewohner eher selten. Dennoch existieren – wie überall – bestimmte Risiken und Unterschiede zwischen touristischen Regionen und ruhigeren Wohngebieten.
Wie sicher sind die Kanaren insgesamt?
Im Vergleich zu vielen europäischen Großstädten empfinden zahlreiche Auswanderer das Leben auf den Kanaren als deutlich entspannter und sicherer.
Besonders kleinere Orte und Wohngebiete auf den Inseln wirken oft ruhig und familiär. Viele Menschen schätzen die entspannte Atmosphäre und das vergleichsweise geringe Sicherheitsgefühl im Alltag.
Dennoch gibt es natürlich auch auf den Kanaren Kriminalität – vor allem in touristischen Zentren.
Typische Kriminalität auf den Kanaren
Die häufigsten Delikte betreffen eher kleinere Eigentumsdelikte als schwere Gewaltkriminalität.
Dazu gehören vor allem:
- Taschendiebstahl
- Diebstahl aus Autos
- Einbruch in Ferienunterkünfte
- Touristenbetrug
- Kreditkartenbetrug
Besonders in touristischen Regionen sollten Bewohner und Urlauber aufmerksam bleiben.
Taschendiebstahl in Touristengebieten
Wie in vielen beliebten Urlaubsdestinationen kommt es auch auf den Kanaren gelegentlich zu Taschendiebstählen.
Betroffen sind vor allem:
- Strände
- Promenaden
- Einkaufszentren
- Flughäfen
- Touristische Veranstaltungen
Vor allem unbeaufsichtigte Taschen oder sichtbare Wertgegenstände ziehen Diebe an.
Mit normaler Vorsicht lassen sich viele Probleme jedoch vermeiden.
Einbruch und Sicherheit von Wohnungen
Viele Auswanderer fragen sich, wie sicher Wohnungen und Häuser auf den Kanaren sind.
In ruhigen Wohngebieten gilt das Risiko oft als überschaubar. Dennoch kommt es – besonders bei längerer Abwesenheit – gelegentlich zu Einbrüchen.
Besonders Ferienwohnungen oder leerstehende Immobilien können betroffen sein.
Tipps für mehr Sicherheit
- Fenster und Türen gut sichern
- Keine Wertsachen sichtbar liegen lassen
- Alarmanlagen oder Kameras prüfen
- Nachbarn einbeziehen
- Bei längerer Abwesenheit Briefkasten leeren lassen
Viele moderne Wohnanlagen verfügen zusätzlich über Sicherheitsdienste oder Zugangskontrollen.
Welche Insel gilt als besonders sicher?
Grundsätzlich gelten alle Kanareninseln als vergleichsweise sicher. Dennoch unterscheiden sich die Regionen teilweise.
Teneriffa
Teneriffa besitzt die größte Bevölkerung der Kanaren und gleichzeitig die meisten touristischen Zentren.
In beliebten Urlaubsorten wie Playa de las Américas oder Los Cristianos kommt es häufiger zu kleineren Diebstählen.
Ruhigere Wohnorte im Norden oder abseits touristischer Zentren gelten oft als besonders angenehm und sicher.
Gran Canaria
Auch Gran Canaria besitzt touristische Regionen mit höherem Besucheraufkommen.
Las Palmas ist als Großstadt lebhafter als viele andere Orte der Kanaren. Gleichzeitig empfinden viele Bewohner die Stadt insgesamt als sicherer als vergleichbare Großstädte Europas.
Fuerteventura und Lanzarote
Diese Inseln gelten allgemein als ruhig und entspannt. Besonders kleinere Orte vermitteln oft ein sehr sicheres Lebensgefühl.
La Palma, La Gomera und El Hierro
Die kleineren Inseln gelten oft als besonders ruhig und familiär. Viele Auswanderer schätzen dort die entspannte Atmosphäre und das Gemeinschaftsgefühl.
Sicherheit im Straßenverkehr
Auch das Thema Verkehr spielt im Alltag eine wichtige Rolle.
Die Straßen auf den Kanaren sind insgesamt gut ausgebaut. Dennoch unterscheiden sich Fahrstil und Verkehrskultur teilweise von Deutschland.
Besonders in touristischen Regionen kann es zu dichtem Verkehr oder Parkplatzproblemen kommen.
Besonderheiten auf den Kanaren
- Bergstraßen mit engen Kurven
- Teilweise steile Straßen
- Starker Verkehr in Touristenzonen
- Viele Roller und Motorräder
Gerade auf Inseln wie Teneriffa oder Gran Canaria sollten Autofahrer aufmerksam fahren.
Polizei und Notrufnummern
Die Polizeipräsenz auf den Kanaren ist insgesamt gut sichtbar – besonders in touristischen Regionen.
In Spanien existieren mehrere Polizeibehörden:
- Policía Nacional
- Guardia Civil
- Policía Local
Die europaweite Notrufnummer 112 funktioniert selbstverständlich auch auf den Kanaren.
Gesundheit und medizinische Sicherheit
Die medizinische Versorgung auf den Kanaren gilt insgesamt als gut. Besonders auf Teneriffa und Gran Canaria existieren moderne Krankenhäuser und Gesundheitszentren.
Viele Auswanderer empfinden dies als wichtigen Sicherheitsfaktor für den Alltag.
In touristischen Regionen gibt es teilweise auch deutschsprachige Ärzte.
Natürliche Risiken auf den Kanaren
Neben klassischer Kriminalität spielen auf den Kanaren auch natürliche Risiken eine Rolle.
Starke Sonne und Hitze
Die intensive Sonneneinstrahlung wird von vielen Auswanderern zunächst unterschätzt.
Besonders im Sommer sind Sonnen- und Hitzeschutz wichtig.
Atlantik und Strömungen
Die Atlantikküste kann starke Strömungen und hohe Wellen aufweisen.
Warnflaggen an Stränden sollten unbedingt beachtet werden.
Waldbrände
In trockenen Sommermonaten besteht auf einigen Inseln erhöhte Waldbrandgefahr.
Besonders auf Teneriffa, Gran Canaria oder La Palma kommt es gelegentlich zu größeren Bränden.
Alltag und Lebensgefühl
Viele Auswanderer berichten, dass sie sich auf den Kanaren insgesamt sicherer und entspannter fühlen als in großen Städten Deutschlands.
Die Lebensweise gilt häufig als ruhiger und weniger hektisch.
Auch das soziale Miteinander wird oft als freundlich und offen beschrieben.
Sicherheit für Familien
Die Kanaren gelten grundsätzlich als familienfreundlich.
Viele Wohnorte bieten:
- Ruhige Wohngebiete
- Internationale Schulen
- Freizeitmöglichkeiten
- Strände und Natur
- Familienfreundliche Atmosphäre
Besonders kleinere Orte werden von Familien häufig geschätzt.
Digitale Sicherheit und Betrug
Wie überall sollten auch auf den Kanaren Online-Betrug oder unseriöse Angebote ernst genommen werden.
Besonders bei:
- Wohnungssuche
- Autovermietung
- Online-Anzeigen
- Jobangeboten
sollten Auswanderer vorsichtig sein und Verträge sorgfältig prüfen.
Wichtige Tipps für Auswanderer
- Touristische Regionen mit normaler Vorsicht genießen.
- Keine Wertsachen sichtbar im Auto lassen.
- Wohnung oder Haus gut absichern.
- Warnhinweise an Stränden beachten.
- Notrufnummer 112 speichern.
- Vor der Auswanderung verschiedene Regionen kennenlernen.
Fazit
Die Kanarischen Inseln gelten insgesamt als sichere und angenehme Region zum Leben. Viele Auswanderer empfinden den Alltag als ruhiger und entspannter als in vielen europäischen Großstädten.
Wie überall existieren auch auf den Kanaren bestimmte Risiken – insbesondere kleinere Eigentumsdelikte in touristischen Regionen. Mit normaler Vorsicht lassen sich viele Probleme jedoch vermeiden.
Wer sich gut vorbereitet und die Unterschiede zwischen den einzelnen Inseln und Regionen kennt, findet auf den Kanaren häufig ein sehr angenehmes und sicheres Lebensumfeld.