Die kanarische Gesundheitsbehörde hat die Entdeckung von Exemplaren der Tigermücke Aedes albopictus in der Region Motor Grande, Mogán, auf Gran Canaria gemeldet. Diese invasive Art kann Krankheiten übertragen, die jedoch auf den Kanaren nicht endemisch sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Entdeckung in Motor Grande, Mogán, Gran Canaria
- Maßnahmen: Inspektionen, Fallen, Reinigung
- Bürgerbeteiligung: Fotos an vectores.scs@gobiernodecanarias.org senden
- Keine Krankheitsübertragung auf den Kanaren
Anwohner meldeten ungewöhnlich viele Stiche
Aufmerksam wurden die Behörden nicht durch eine routinemäßige Kontrolle, sondern durch Hinweise aus der Bevölkerung. Anwohner meldeten eine Zunahme von Mückenstichen während des Tages, insbesondere in einem Bereich nahe einer Kläranlage in Motor Grande.
Bei einer ersten Kontrolle durch Fachleute des Instituts für Tropenkrankheiten und öffentliche Gesundheit der Universität La Laguna wurden zunächst keine Tigermücken gefunden. Daraufhin stellten die Experten spezielle Fallen auf. Nach einer weiteren Meldung mit Fotos konnten schließlich erwachsene Exemplare von Aedes albopictus bestätigt werden.
Die Gesundheitsbehörde wertet den Fund derzeit als möglicherweise punktuelle und unbeabsichtigte Einschleppung. Als möglicher Transportweg kommen Materialien infrage, an denen sich Eier der Tigermücke befunden haben könnten.
Maßnahmen zur Eindämmung
Nach der Entdeckung wurden Inspektionen und die Aufstellung von Fallen in der betroffenen Region intensiviert. Zudem werden Reinigungs- und Fumigationsmaßnahmen durchgeführt, um die Ausbreitung der Mücken zu verhindern.
Bürgerbeteiligung und Prävention
Die Bevölkerung wird aufgefordert, mögliche Sichtungen der Tigermücke oder ungewöhnliche Mückenstiche zu dokumentieren und per E-Mail an die Gesundheitsbehörde zu melden. Präventive Maßnahmen umfassen die Beseitigung von Wasseransammlungen, die als Brutstätten dienen könnten.
Zweiter Fund innerhalb weniger Tage – breitet sich die Tigermücke aus?
Erst am 29. September hatte die kanarische Gesundheitsbehörde Aedes albopictus in Valle Gran Rey auf La Gomera bestätigt. Nur zwei Tage später folgte nun ein weiterer Nachweis in Motor Grande auf Gran Canaria.
Daraus lässt sich bislang jedoch nicht schließen, dass sich die Tigermücke von einer Insel auf die andere ausgebreitet hat. Die Gesundheitsbehörde geht beim Fund auf Gran Canaria nach den bisher verfügbaren Erkenntnissen von einer punktuellen, unbeabsichtigten Einschleppung aus. Ob sich bereits eine lokale Population etabliert hat und wie groß das betroffene Gebiet ist, sollen die zusätzlichen Fallen und Kontrollen zeigen.
Auf La Gomera wurden neben erwachsenen Mücken auch Larven gefunden. In Motor Grande meldet die Behörde bislang erwachsene Exemplare. Die weitere Überwachung wird daher entscheidend sein, um festzustellen, ob es sich um einzelne eingeschleppte Tiere handelt oder ob die Art bereits lokale Brutstätten gebildet hat.
Hintergrund zur Tigermücke
Die Tigermücke, Aedes albopictus, ist bekannt für ihre Fähigkeit, Krankheiten zu übertragen. Auf den Kanaren sind diese Krankheiten jedoch nicht verbreitet. Die Mücke ist tagsüber aktiv und ihre Stiche können starke Reaktionen hervorrufen.
Hier gehts zum vorherigen Artikel über die Tigermücke auf La Gomera: Tigermücke auf La Gomera entdeckt: Was Bewohner und Urlauber jetzt wissen müssen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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