Die Kanarischen Inseln werden oft als „Inseln des ewigen Frühlings“ bezeichnet. Das ganzjährig milde Klima gehört zu den wichtigsten Gründen, warum jedes Jahr Millionen Urlauber auf die Inseln reisen und viele Menschen dauerhaft dorthin auswandern möchten.
Selbst im Winter liegen die Temperaturen häufig bei angenehmen 20 bis 25 Grad. Gleichzeitig unterscheiden sich Wetter, Klima und Temperaturen je nach Insel und Region teilweise deutlich.
Während manche Gebiete sehr trocken und sonnig sind, herrscht in anderen Regionen ein grüneres und feuchteres Klima. Wer auf die Kanaren reisen oder auswandern möchte, sollte diese Unterschiede kennen.
Warum ist das Klima auf den Kanaren so besonders?
Die Kanarischen Inseln liegen im Atlantik vor der Küste Nordafrikas. Das Klima wird vor allem durch den Atlantik, die Passatwinde und die geografische Lage beeinflusst.
Dadurch entstehen das ganze Jahr über vergleichsweise stabile Temperaturen ohne extreme Winter oder Sommer.
Viele Menschen empfinden das Klima als besonders angenehm, weil:
- die Temperaturen meist mild bleiben,
- es viele Sonnenstunden gibt,
- die Luftfeuchtigkeit moderat ist,
- selten extreme Wetterlagen auftreten.
Gerade Auswanderer schätzen die konstanten Bedingungen und das viele Tageslicht.
Wie warm wird es auf den Kanaren?
Die Temperaturen unterscheiden sich je nach Jahreszeit, Insel und Höhenlage.
Winter auf den Kanaren
Die Winter gelten als sehr mild. Tagsüber liegen die Temperaturen oft zwischen 20 und 25 Grad.
Besonders die südlichen Regionen der Inseln bieten auch im Januar häufig sonniges Wetter.
Dadurch gehören die Kanaren zu den beliebtesten Winterzielen Europas.
Sommer auf den Kanaren
Im Sommer steigen die Temperaturen meist auf 26 bis 32 Grad. Durch den Atlantik und die Passatwinde wirkt die Hitze jedoch oft angenehmer als auf dem spanischen Festland.
Extrem hohe Temperaturen sind eher selten, können aber während sogenannter „Calima“-Phasen auftreten.
Was ist Calima?
Als „Calima“ bezeichnet man heiße Wüstenluft aus der Sahara, die gelegentlich die Kanaren erreicht.
Während einer Calima kann:
- die Temperatur deutlich steigen,
- die Luft trockener werden,
- feiner Saharastaub die Sicht beeinträchtigen.
Diese Wetterlage tritt meist nur vorübergehend auf, wird von manchen Menschen jedoch als belastend empfunden.
Unterschiede zwischen Nord und Süd
Auf vielen Inseln unterscheiden sich Nord- und Südregionen klimatisch deutlich.
Der Süden
Der Süden vieler Inseln ist meist:
- sonniger,
- wärmer,
- trockener,
- regenärmer.
Besonders Touristenorte befinden sich daher häufig im Süden.
Der Norden
Der Norden ist oft:
- grüner,
- feuchter,
- vegetationsreicher,
- etwas kühler.
Viele Auswanderer bevorzugen den Norden wegen der Natur und angenehmeren Temperaturen.
Klima auf Teneriffa
Teneriffa besitzt eines der abwechslungsreichsten Klimasysteme der Kanaren.
Die Insel wird vom Teide geprägt, der als höchster Berg Spaniens unterschiedliche Klimazonen entstehen lässt.
Süden von Teneriffa
Der Süden rund um Costa Adeje, Los Cristianos oder Playa de las Américas gilt als besonders sonnensicher.
Hier regnet es nur selten und die Temperaturen bleiben ganzjährig mild.
Viele Urlauber und Auswanderer schätzen das trockene Klima.
Norden von Teneriffa
Der Norden – etwa Puerto de la Cruz oder La Orotava – ist grüner und feuchter.
Dort wachsen zahlreiche Pflanzen und Wälder, die im Süden kaum vorkommen.
Viele Menschen empfinden das Klima im Norden als angenehmer und natürlicher.
Klima auf Gran Canaria
Auch Gran Canaria wird klimatisch stark von Bergen und Höhenunterschieden geprägt.
Süden von Gran Canaria
Regionen wie Maspalomas oder Puerto Rico gehören zu den sonnigsten Gebieten Europas.
Das trockene Klima zieht besonders Winterurlauber an.
Norden von Gran Canaria
Las Palmas und die nördlichen Regionen erhalten mehr Feuchtigkeit und wirken grüner.
Dadurch entsteht ein angenehmer Mix aus Stadtleben und Natur.
Klima auf Fuerteventura
Fuerteventura gilt als die trockenste Kanareninsel.
Die Insel bietet:
- viel Sonne,
- wenig Regen,
- starke Winde,
- milde Temperaturen.
Besonders Wassersportler schätzen das Klima der Insel.
Die trockene Luft empfinden viele Menschen als angenehm.
Klima auf Lanzarote
Lanzarote besitzt ebenfalls ein eher trockenes Klima.
Die Vulkanlandschaften und die geringe Vegetation prägen das Erscheinungsbild der Insel.
Die Temperaturen bleiben ganzjährig relativ stabil.
Auch hier sorgt der Atlantik für angenehme Bedingungen selbst im Hochsommer.
Klima auf La Palma, La Gomera und El Hierro
Die kleineren westlichen Inseln gelten insgesamt als grüner und feuchter.
Besonders La Palma und La Gomera besitzen dichte Wälder und beeindruckende Natur.
Viele Menschen schätzen dort das mildere und oft ruhigere Klima.
Welche Region eignet sich am besten?
Die beste Region hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab.
Für Sonne und Wärme
Wer möglichst viel Sonne und trockenes Wetter sucht, entscheidet sich häufig für:
- Süden Teneriffas
- Süden Gran Canarias
- Fuerteventura
- Lanzarote
Für Natur und mildere Temperaturen
Wer grünere Landschaften und angenehmere Temperaturen bevorzugt, fühlt sich oft wohler in:
- Norden Teneriffas
- Norden Gran Canarias
- La Palma
- La Gomera
Beste Reisezeit für die Kanaren
Die Kanaren gelten grundsätzlich als Ganzjahresziel.
Winter
Ideal für:
- Sonnenurlaub
- Überwinterung
- Wandern
- Outdoor-Aktivitäten
Frühling und Herbst
Viele Menschen empfinden diese Jahreszeiten als besonders angenehm, da die Temperaturen mild bleiben.
Sommer
Perfekt für Strandurlaub, Wassersport und lange Sonnentage.
Besonders Fuerteventura und Lanzarote profitieren im Sommer von kühlenden Winden.
Gesundheit und Klima
Viele Menschen berichten, dass ihnen das Klima auf den Kanaren gesundheitlich gut tut.
Besonders Personen mit:
- Gelenkproblemen,
- Rheuma,
- Atemwegserkrankungen,
- Stressbelastung
empfinden das milde Klima oft als angenehm.
Das viele Tageslicht und die Möglichkeit, ganzjährig draußen aktiv zu sein, wirken sich bei vielen Menschen positiv auf das Wohlbefinden aus.
Wichtige Tipps für Auswanderer
- Vor einer Auswanderung verschiedene Regionen kennenlernen.
- Nord- und Südklima bewusst vergleichen.
- Auch Wind und Luftfeuchtigkeit berücksichtigen.
- Sonnenschutz ganzjährig ernst nehmen.
- Im Sommer auf ausreichenden Hitzeschutz achten.
Fazit
Das Klima auf den Kanarischen Inseln gehört zu den angenehmsten Europas. Milde Temperaturen, viele Sonnenstunden und ein ganzjährig stabiles Wetter machen die Inselgruppe für Urlauber und Auswanderer besonders attraktiv.
Gleichzeitig unterscheiden sich die einzelnen Inseln und Regionen deutlich. Während der Süden meist trocken und sonnig ist, bieten nördliche Regionen mehr Grün und mildere Temperaturen.
Wer die klimatischen Unterschiede kennt und die passende Region auswählt, findet auf den Kanaren ideale Bedingungen für Urlaub, Überwinterung oder ein dauerhaftes Leben unter südlicher Sonne.