Dreizehn endemische Pflanzen der Kanarischen Inseln zeigen schmerzstillendes und entzündungshemmendes Potenzial – Gesundhe…

Dreizehn endemische Pflanzen der Kanarischen Inseln zeigen schmerzstillendes und entzündungshemmendes Potenzial

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

4. November 2026

Forscher der Universität La Laguna in Santa Cruz de Tenerife haben gemeinsam mit Pharmazeuten aus Teneriffa und Madrid 18 Studien untersucht, die sich mit den schmerzstillenden und entzündungshemmenden Eigenschaften von 13 endemischen Pflanzenarten der Kanarischen Inseln befassen. Ziel der Untersuchung war es, das therapeutische Potenzial dieser Pflanzen zu bewerten und zu ermitteln, welche Arten und Pflanzenteile bereits erforscht wurden. Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift ‚Ars Pharmaceutica‘, zeigen, dass alle untersuchten Arten entweder schmerzstillende oder entzündungshemmende Wirkungen aufweisen. In einigen Fällen übertrafen die Pflanzen die Wirksamkeit gängiger Standardmedikamente.

Besonders hervorzuheben ist ‚Sambucus palmensis‘, auch Kanaren-Holunder genannt, der in Tierversuchen eine beeindruckende Schmerzhemmung von 89,04 % erreichte und damit Ibuprofen mit 73,97 % übertraf. Ebenso zeigte ‚Smilax canariensis‘, die Kanaren-Sarsaparilla, mit ihrem methanolischen Extrakt eine Wirksamkeit von 76,67 %, während Piroxicam bei 59,56 % lag. Weitere bemerkenswerte Ergebnisse erzielte ‚Sideritis candicans var. eriocephala‘ (Chahorra) mit einer Schmerzhemmung von 73,24 %, deutlich mehr als die 37,94 % von Ibuprofen. Der wässrige Extrakt von ‚Neochamaelea pulverulenta‘ (Leña Santa) erreichte in einem Versuch eine Hemmung von 95,90 %, was nahezu der nahezu vollständigen Wirksamkeit von Ibuprofen entspricht.

Nicht alle Arten zeigten jedoch eine überlegene Wirkung. So hatten ‚Hypericum canariense‘ und ‚Hypericum glandulosum‘ zwar schmerzstillende Effekte, konnten die Wirksamkeit von Ibuprofen jedoch nicht übertreffen. Auch ‚Hypericum reflexum‘ zeigte eine gewisse analgetische Aktivität, blieb aber hinter den Ergebnissen des Referenzmedikaments zurück.

Die Studie hebt zudem hervor, dass die Pflanzen traditionell häufig als Aufgüsse verwendet werden und dass 69,2 % der untersuchten endemischen Arten mehr als einen nutzbaren Pflanzenteil besitzen. Zu den erforschten Arten zählen unter anderem der Drachenbaum (Dracaena draco) und der Riesenfenchel (Ferula linkii) aus dem Archipel.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass die vorliegenden Daten das Potenzial für periphere und zentrale schmerzstillende Wirkungen verschiedener Arten unterstützen. Allerdings reichen die aktuellen experimentellen Ergebnisse noch nicht aus, um eine sichere Anwendung als medizinische Behandlung zu bestätigen.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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